Triptychon 13
Triptychon 23
Triptychon 33

Triptychon 13
Triptychon 13
Barbara Kern



Barbara Kern

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Triptychon

Vielleicht vorab etwas zur Begrifflichkeit des Wortes Triptychon. In dem altgriechischen Wort steckt der Präfix „tri“ = drei (-fach) und ptyché, was mit Falte oder Schlucht übersetzt werden könnte. Damit sind drei bewegliche, miteinander verbundene Tafelbilder, meist Altarbilder, gemeint. Mann kann sich das wie einen Paravent vorstellen, der ja vom Prinzip her auch aus drei Teilen besteht, die zueinander beweglich sind, und sich auf und zuklappen lassen.
Beim Triptychon tragen diese aufklappbaren Flügel bildhafte Darstellungen, Reliefs, Schnitzerarbeiten oder eben Malerei. Die für die Andacht gefertigten Arbeiten, fanden verschiedene Verwendungen. Zum Beispiel als Heiligen oder Reliquienschrein. Auf den Flügelinnenseiten finden sich Darstellungen von Heiligen oder Engeln, die Kreuzigung Jesu, aber auch lateinische Gebetstexte, selbst die Portraits der Auftragsgeber wurden zuweilen eingearbeitet.
Ich nehme in meinem Triptychon auf die sakrale Besetzung Bezug, im Stil wie ich die von mir Portraitierten inszeniert und fotografiert habe, sowie in der Tradition, dass diese bildliche Dreifaltigkeit, in einem Kontext zueinander steht. Ikonografisch wollte ich gewissermassen eine inhaltlich zusammenhängende Bilderfolge darstellen. Ich versuchte einen Bogen zu spannen, von Unglauben zu Glauben. Glauben heisst ja auch immer nicht wissen, sondern eben glauben. Deshalb habe ich das von mir in Form der Frau visualisierte Wissen, in die Bildmitte genommen, während die Figur zur linken, zweifelt, also ungläubig ist und die Figur zur rechten, meint zu wissen aber eigentlich nur glaubt.
Barbara Kern, Basel, 2006



 


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